Konzerteinladung: “Klänge des Nordens”

Nach der Venedigreise geht es nun gemeinsam mit der Cantorei der Reformationskirche in den Norden. Wir werden in Berlin und einige Wochen später auf unserer Ostseetournee ein abwechslungsreiches Programm singen und werden dabei von Arno Schneider an der Orgel begleitet. Wir freuen uns über ein großes Pubikum am 27.6. in der Reformationskirche oder vielleicht sogar in Greifswald, Altenkirchen oder Barth!

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Nordeuropa ist ein Sehnsuchtsort: der Norden weckt Vorstellungen von Weite, unberührter Natur, großer Stille. Vor allem aber erstreckt sich vom Baltikum über Skandinavien bis nach England ein Klanggürtel, in dem die Chormusik seit Generationen gepflegt wird und unverwechselbare musikalische Formen entwickelt hat.

Aus dem Reichtum an Klängen, Stilen und Sprachen der baltischen Länder, Skandinaviens und Englands hat die Cantorei der Reformationskirche ein besonderes Programm zusammengestellt. Sie singt Werke bekannter und weniger bekannter Komponisten aus diesen faszinierenden musikalischen Gegenden.

Zu Gehör kommt unter anderem Rudolf Tobias’ (1873-1918) Vertonung des 42. Psalms „Wie der Hirsch schreit“; der estnische Komponist, der lange in Berlin lehrte, hat als einer der ersten die estnische Sprache in seinen Chorwerken vertont. Auch die berühmte Chorimprovisation „Immortal Bach“ des Norwegers Knut Nystedt (1915-2014) steht auf dem Programm. Sie folgt einem einfachen Schema, entfaltet aber eine großartige Klangwirkung. Der Schwede Waldemar Åhlén (1894-1982) ist mit seinem anrührenden „Sommarpsalm“ vertreten.

Die englische Chormusik trägt häufig hymnische Züge. Pathos äußert sich in kraftvollem Unisono. Exemplarisch zeigt sich das im aufgeführten „Festival Te Deum“ von Benjamin Britten (1913-1976), dessen Unisono-Passagen an gregorianische Gesänge erinnern.