Zwei Chorkonzerte zum Vormerken

Auch wenn es bei der aktuellen Wetterlage schwer vorstellbar ist: Der Sommer kommt! Und damit auch zwei schöne Konzerte, zu denen ich herzlich einladen möchte:

Am 22. Mai (17 Uhr, Auenkirche Wilmersdorf) und am 28. Mai (20 Uhr, Reformationskirche Moabit) wird die Refo-Cantorei gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburgischen Sinfonieorchester das Oratorium “Die Schöpfung” von Joseph Haydn aufführen, das besonders im Leibniz-Jahr als großer Lobgesang auf “Die beste aller möglichen Welten” gehört werden kann. In den ersten beiden Teilen wird die Erschaffung von Licht, Erde, Wasser, Pflanzen, Tieren und schließlich des Menschen gefeiert. Im dritten Teil werden die glücklichen Stunden Adams und Evas im Garten Eden geschildert – ein guter Anknüpfungspunkt für das Chorkonzert “Bittersüß” des Luisen-Vocalensembles mit Knut Trautvetter (Theorbe). Es widmet sich den Widersprüchen der Gefühle, die gemeinhin unter Liebe bekannt sind oder mit ihr einhergehen: Begehren und Zurückweisung, Erfüllung und Vergehen, Lust und Leid.
Ob in der griechischen Mythologie, in Bänkelgesängen oder in Volksliedern und Gedichten – das Thema zieht sich durch die Jahrhunderte und so wird ein facettenreiches Programm von den ersten Opern des 17. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen zu erleben sein.

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Die letzten Prüfungskonzerte stehen an…

… und das Hören wird wärmstens empfohlen:
Dienstag, 9. Februar um 20.30 Uhr in der Marienkirche am Fernsehturm:
Orgelkonzert mit Werken von J. S. Bach, Johann Steffens und Jean-Adam Guilain
an der Wagner/Kern-Orgel

Donnerstag, 18. Februar um 19 Uhr im Joseph-Joachim-Saal (UdK-Gebäude Bundesallee 1-12, U Spichernstr.):
Orchesterkonzert u.a. mit Joseph Haydns 85. Sinfonie

Herzliche Einladung…

… zu zwei weihnachtlichen Chorkonzerten:
1) Samstag, den 5.12.2015 um 20 Uhr mit der Cantorei der Reformationskirche, dem neuen barockorchester berlin und einem hervorragenden Solistenquartett Bachs Weihnachtsoratorium (I-III) Weihnachtsoratorium

2) am Nikolaustag u.a. mit dem Kapellchor des Staats- und Domchores im Konzertsaal der UdK (Hardenbergstr.)

Junges Weihnachtskonzert

Einladung zum Orgelkonzert: Di, 3.11., 20.30 Uhr St. Matthiaskirche Berlin

In meinem ersten Orgel-Prüfungskonzert wird es klanglich nach Frankreich und Äthiopien gehen, es erklingen Sätze aus Louis Viernes 3. Symphonie und der Zyklus “Laudes” von Jean-Louis Florentz.
Viernes 3. Symphonie ist ein Meisterwerk der französisch-romantischen Orgelmusik, das in einer Phase schwerer Schicksalsschläge des Komponisten entstanden ist. Vielleicht kann man das Werk als musikalische Verarbeitung hören. Der dramatische Gestus und die Klangwucht der Ecksätze wirken in einem Raum wie der St. Matthiaskirche mit ihrer voluminösen Orgel besonders stark.
Das Werk Jean-Louis Florentz’ ist bestimmt von seinen musikethnologischen Reisen, die ihn rund um die Welt geführt haben, besonders jedoch nach Afrika und in den Nahen Osten. In “Laudes” greift er liturgische Gesänge und Glockenklänge aus Äthiopien auf und überträgt diese auf die Orgel. Er schöpft die Möglichkeiten der Aufschichtung verschiedener Klangspektren an der Orgel voll aus und findet immer wieder zu spannenden, überraschenden, neuen Farben.

 

SängerInnen gesucht!

Zwei der von mir geleiteten Chöre nehmen zurzeit neue SängerInnen auf:

Das nächste Projekt der Cantorei der Reformationskirche Berlin-Moabit ist Bachs Weihnachtsoratorium, Kantaten I-III. Proben finden jeden Donnerstag von 19.30-22 Uhr in der Reformationskirche statt (Beusselstr. 35); Neulinge sind jederzeit willkommen – für das Weihnachtsoratorium am besten ab sofort.

Das Luisen-Vocalensemble ist ein Kammerchor an der Luisenkirche in Charlottenburg und sucht nach engagierten und versierten SängerInnen, die Lust auf cappella-Chormusik von der Renaissance bis zur Moderne haben. Die Proben finden montags von 19.45-22.15 Uhr in der Luisenkirche statt (Gierkeplatz, Hintereingang). Anmeldungen bitte an mail@johannes-stolte.de

Freitag, 4.9., ab 18 Uhr: Lange Nacht der Chöre

Programm Deckblatt neu

Am Freitag, den 4. September, findet ab 18 Uhr in der Moabiter Reformationskirche (Beusselstr. 35) wieder Berlins größtes Amateur-Chorfestival mit zwei Dutzend Chören aus der Region statt. Neben abwechslungsreichen Beiträgen der verschiedenen Chöre präsentiert der Staats- und Domchor Berlin ein Jubiläumsprogramm zum 550-jährigen Bestehen mit einem halbstündigen Auszug aus Mendelssohns „Elias“ (18.15-18.45 Uhr). Die Cantorei der Reformationskirche wird gegen 18 Uhr, 21.15 Uhr und 1 Uhr nachts, dann mit allen noch anwesenden Sänger_innen, Ausschnitte aus dem Sommerprogramm “Klänge des Nordens” sowie Rheinbergers Abendlied singen. Der Eintritt ist wie immer frei und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Doppeleinladung: Konzerte in Caputh und Hamburg

Unter dem Titel “Musica Baltica” werde ich am Sonntag, den 23. August, um 17 Uhr in Caputh Orgelmusik aus dem Ostseeraum (Norddeutschland, Dänemark, Schweden, Estland) spielen. Neben bekannten Komponisten wie Buxtehude, Pärt und Sibelius werden auch selten zu hörende Werke zu entdecken sein. Romantisch-symphonisch angelegte Musik wechselt dabei mit kleineren Stücken ab, die mit ihrem Einfallsreichtum beim Zuhörer Bilder aus der Natur- und Sagenwelt Nordeuropas enstehen lassen. Der sommerliche Konzertnachmittag lässt sich wunderbar mit einem Ausflug nach Potsdam und Umgebung verbinden.

Vom 24. bis 28. August werde ich im Rahmen meiner Förderung durch das DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates unter der Leitung von Prof. Stefan Parkman mit dem Chor des NDR in Hamburg arbeiten dürfen. Am Mittwoch, den 26. August, wird ab 10 Uhr eine öffentliche Probe im Miralles Saal der Hamburger Musikschule stattfinden, im Anschluss gibt es eine Gesprächsrunde mit Musikschülern, Sängern und Dirigenten. Am Freitag, den 28. August, um 20 Uhr findet der Kurs am selben Ort mit einem Konzert seinen Abschluss. Dies ist sicher eine besondere Gelegenheit, Einblicke in die Ausbildung als Chorleiter_in zu bekommen und vier sehr unterschiedliche Dirigentenpersönlichkeiten zu erleben!

Hochzeit!

Im Juni habe ich geheiratet und den Nachnamen meiner Frau als Familiennamen angenommen – ich heiße jetzt Johannes Stolte. Entsprechend wird nach und nach auch die Website aktualisiert.

Konzerteinladung: “Klänge des Nordens”

Nach der Venedigreise geht es nun gemeinsam mit der Cantorei der Reformationskirche in den Norden. Wir werden in Berlin und einige Wochen später auf unserer Ostseetournee ein abwechslungsreiches Programm singen und werden dabei von Arno Schneider an der Orgel begleitet. Wir freuen uns über ein großes Pubikum am 27.6. in der Reformationskirche oder vielleicht sogar in Greifswald, Altenkirchen oder Barth!

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Nordeuropa ist ein Sehnsuchtsort: der Norden weckt Vorstellungen von Weite, unberührter Natur, großer Stille. Vor allem aber erstreckt sich vom Baltikum über Skandinavien bis nach England ein Klanggürtel, in dem die Chormusik seit Generationen gepflegt wird und unverwechselbare musikalische Formen entwickelt hat.

Aus dem Reichtum an Klängen, Stilen und Sprachen der baltischen Länder, Skandinaviens und Englands hat die Cantorei der Reformationskirche ein besonderes Programm zusammengestellt. Sie singt Werke bekannter und weniger bekannter Komponisten aus diesen faszinierenden musikalischen Gegenden.

Zu Gehör kommt unter anderem Rudolf Tobias’ (1873-1918) Vertonung des 42. Psalms „Wie der Hirsch schreit“; der estnische Komponist, der lange in Berlin lehrte, hat als einer der ersten die estnische Sprache in seinen Chorwerken vertont. Auch die berühmte Chorimprovisation „Immortal Bach“ des Norwegers Knut Nystedt (1915-2014) steht auf dem Programm. Sie folgt einem einfachen Schema, entfaltet aber eine großartige Klangwirkung. Der Schwede Waldemar Åhlén (1894-1982) ist mit seinem anrührenden „Sommarpsalm“ vertreten.

Die englische Chormusik trägt häufig hymnische Züge. Pathos äußert sich in kraftvollem Unisono. Exemplarisch zeigt sich das im aufgeführten „Festival Te Deum“ von Benjamin Britten (1913-1976), dessen Unisono-Passagen an gregorianische Gesänge erinnern.